Shagya-Araber Pferdekenner Josef Csekonics 1757-1824

Modernes Zuchtkonzept des Jozsef von Csekonics

Modernes Zuchtkonzept vor 200 Jahren?

Zucht braucht neben Stuten und Hengsten vor allem ein Konzept mit Zuchtzielen und Strategien und Methoden zur Erreichung dieses Ziels. Mitte des 18. Jahrhunderts waren sogenannte wilde Gestüte weit verbreitet, in denen Stuten mit Hengsten in großen Gruppen frei umherliefen.

Wie kann man eine Zucht emporbringen?

Csekonics war ein begnadeter Pferdekenner, „der die Natur und die Gestüte nicht mit der gelehrten Brille sondern mit seinen eigenen gesunden Augen bemerkte“. Er protokollierte seine Erfahrungen und Beobachtungen, die er beim Rekrutieren von Pferden für das Militär machte, ordnete und sortierte sie und zog innovative Schlüsse daraus, wie die Zucht „emporzubringen“ sei. Er bezeichnet sich selbst als so dreist, dieses Papier Kaiser Joseph zu unterbreiten, der es von einer Kommission prüfen ließ.

Daraufhin erhielt er 1784 den Auftrag, ein königliches Gestüt zu errichten. Csekonics baute das Gestüt Mezöhegyes nach eigenen Vorstellungen auf, brachte 2000 hervorragende Stuten dort zusammen und übernahm selbst die Auswahl der vorzüglichsten Hengste. Herkunft und Abstammung waren ihm nicht wichtig, statt dessen legte er Wert auf einheitlichen Typ und überragenden Leistungsnachweis.

Die wertvollsten Stuten stammten aus der Armee, wo sie unter härtesten Bedingungen schwerste Arbeit erledigen mussten. Das Konzept war so erfolgreich, dass nach wenigen Jahren in Mezöhegyes ein erkennbar einheitlicher Typ entstand.

Leistungsprüfung der Zuchttiere analog der angestrebten Nutzung

Kikkuli 1300 v. Chr,

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